Wie alles begann

Viele Jahre hatte ich die Ehre und die große Freude, zusammen mit Helmut Dörr aus Walldorf Musik machen zu dürfen. Er spielte zunächst zusammen mit Günter Auch als „Kraichgausound“ und später mit Jürgen Köhler als „The Scones“. Genau wie ich machten sie alle Mundarmusik und so trafen wir uns vor einigen Jahren erstmals bei einer Mundart-Veranstaltung im Walldorfer Astor-Haus. Gustl Riemensperger hat uns damals zusammen gebracht und dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Es war naheliegend, dass wir häufig bei Mundart-Veranstaltungen aufeinander trafen. Alleine im Forum 84 in Walldorf müssen es weit über 100 Abende gewesen sein, an denen wir gemeinsam auf der Bühne standen.

Dabei habe ich – ebenso wie andere Musiker – Helmut als ganz besonderern Menschen schätzen und auch lieben gelernt. Ich habe ihm sehr viel zu verdanken. Einen richtig herzensguten Menschen wir ihn trifft man ganz selten.

Umso schlimmer die Nachricht im Spätjahr 2021, dass er an einer Lungenkrankheit litt, und dass keine große Hoffnung auf eine dauerhafte Verbesserung bestand.

Es gab zwar immer wieder Nachrichten, dass es ihm wieder besser gehe, aber letztendlich hat sein Körper aufgegeben und Helmut starb am 8. September 2022.

Seinen Mitstreiter Jürgen Köhler durfte ich schon vor einigen Jahren kennenlernen und wir sind bestens miteinander ausgekommen. Und während seiner Erkrankung durfte ich dann auch noch Greg Weisbarth kennenlernen, einen begnadeten Gitarristen und immer fröhlichen Menschen (außer, wenn er sich aufregt).

Wir beschlossen, damals gemeinsam ein Lied für Helmut zu schreiben und setzten uns in Jürgens Musikkeller zusammen. Dort entstand dann das Stück „Mir schicke koh Praline„, worüber sich das Schleckermäulchen Helmut sehr gefreut hat.

Nachdem wir drei bemerkten, dass wir nicht nur menschlich, sondern auch musikalisch zusammen passten, entschlossen wir uns aufgrund des damaligen Angriffs von Russland auf die Ukraine unserem Unmut mittels einiger Lieder Luft zu machen. So entstanden dann auch noch die Stücke „Vladimir Putin„, „Auf der Flucht“ und „Ein ganzes Leben lang„.

Der nächste Anlass gemeinsamen Musizierens war ein sehr trauriger. Helmut hatte sich gewünscht, dass wir zusammen mit Eugen Rutz seine Trauerfeier musikalisch umrahmen. Ein trauriger Tag. Wir haben diesen Wunsch gerne respektiert und für ihn Lieder aus seiner Scones-Zeit gesungen. Außerdem noch ein Lied für Helmut mit dem Titel „Dei Stimm„.

Helmut wäre sicher sehr stolz und glücklich darüber, dass er es dadurch fertig gebracht hat, dass wir auch weiterhin zusammen Musik machen. Wir hatten nämlich festgestellt, dass es mit uns dreien sehr gut klappt und so entschlossen wir uns, eigene Stücke zu veröffentlichen.

Das erste war „Here we are“, ein altes Stück von Jezebel’s Tower“, dem wir einen neuen musikalischen Anstrich gegeben haben. Mit „I will never let you down“ folgte dann auch bald die erste Ballade.

Nach einigem Hin und Her fanden wir mit „The Echo“ auch noch einen Bandnamen.

Da sich die Sache so gut entwickelte, entschloss ich mich dann, eine Homepage für die Band zu errichten.

Deren ersten Bericht hast jetzt gerade zu Ende gelesen!

Charly Weibel